Samstag 27. Oktober 2018

Der FC GOSSAU MIT HEIMSPIEL GEGEN DEN FC Winterthur II

 

Es will dem FC Gossau in dieser Saison einfach nicht so richtig laufen. Aus elf Spielen resultierten erst acht Punkte. Zwar liegt man mit dieser mageren, unter den Erwartungen bleibenden Ausbeute noch nicht auf einem Abstiegsplatz, aber mittlerweile muss das Saisonziel 2018/19 nurmehr Ligaerhalt heissen. Noch besitzt man fünf beziehungsweise sieben Punkte Vorsprung auf die noch schwächer in die Saison gestarteten Teams von Mendrisio und United Zürich. Aber diese beiden Kontrahenten sind in den letzten Wochen stärker geworden und dürften in der Winterpause personell aufrüsten. So muss es denn das Sinnen und Trachten für die drei letzten Spiele des Herbstes sein, möglichst viele Punkte zu sammeln, um den Abstand auf die Abstiegsplätze zu vergrössern.

 

Ein Sieg gegen den heutigen Kontrahenten, das von Roger Etter und Murat Ural trainierte Nachwuchsteam des FC Winterthur, käme da natürlich sehr gelegen. Die jungen Winterthurer liegen aktuell gesichert im Mittelfeld: Wie bei jungen Reserveteams von Vereinen der obersten Spielklassen üblich, war die Spannweite der Leistungen gross. Die ersten beiden Heimspiele (gegen Wettswil und Linth 04) gingen etwa klar verloren; dafür gewann man etwa gegen Kosova mit 5:1 und besiegte zuletzt Höngg, das vorher zu einer eindrücklichen Siegesserie angesetzt hatte, auswärts mit 2:0. Auf alle Fälle wird die Aufgabe für den FC Gossau heute sehr anspruchsvoll werden.

 

Nach vielversprechenden Ansätzen in den September-Spielen erlitt der FC Gossau in den drei Partien des Monats Oktober wieder einen Rückschlag. Sowohl in der Offensive als auch in der Defensivarbeit muss sich das Team klar verbessern. 10 Gegentreffer gegen Tuggen, Höngg und Thalwil sind zu viel, und der einzige Treffer, den die Fürstenländer erzielten, war ein Eigentor des Tuggen-Verteidigers Kim Jaggy bei der 1:5-Cupniederlage an der Linthstrasse. Dabei könnte Gossaus Angriff durchaus gut Fussball spielen und sich auch Torchancen herauskombinieren. In Thalwil war davon leider nichts zu sehen.

 

Klar, die verletzungs- und krankheitsbedingten Absenzen von Schlüsselspielern wogen und wiegen schwer. Zuletzt fehlten die erfahrenen Daniel Bruggmann und Yannik Grin, zusammen mit Torwart Daniel Geisser auch absolute Führungspersönlichkeiten innerhalb des Teams, und auch die Qualitäten des erkrankten Levin Ledergerber und des verletzten Andy Bischofberger, die in ihren besten Zeiten beim FC Gossau auf den Seiten viel Leben ins Angriffsspiel der Fürstenländer gebracht hatten, vermisste man sehr. Bruggmann und Bischofberger werden wegen ihrer schweren Verletzungen leider in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Für den FC Gossau (und natürlich vor allem für den Spieler selbst) bleibt zu hoffen, dass sich Pascal Alder, eben erst von einer einjährigen Zwangspause wegen eines Kreuzbandrisses zurückgekehrt, in Thalwil nicht wieder gravierend verletzt hat. Es läuft derzeit beim FC Gossau nicht alles rund. Aber deshalb gilt es, mit noch mehr Einsatzwillen und Kampfgeist die Wende zum Guten zu schaffen, am besten natürlich mit drei wichtigen Punkten gegen Winterthur II.

 

Karl Schmuki